Einmal um die Welt

Ich mache Neuseeland und Kanada unsicher

Woche 21. – 27. Oktober Rückblick

Schon die 4. Woche vorbei! Die Zeit vergeht wie im Flug.

21. Oktober: Endlich wieder auf einer Matratze und nicht auf einer harten, ungemütlichen Isomatte! Da ich erst Nachmittags etwas vorhatte, habe ich ein wenig Schlaf nachgeholt und gehofft, dass mein Muskelkater bald vorbei sein wird. Als es Zeit war, stand ich auf und fuhr in die Stadtmitte um am Barista Kurs teilzunehmen, aber zuvor entdeckte ich eine e-Mail von der Bank ANZ, die mir einen Termin für den nächsten Tag gaben, sodass ich endlich mein Bankkonto öffnen konnte. Kur danach wurde ich auch von dem ersten Café für ein Interview am Mittwoch eingeladen, also fing der Tag schon mal gut an. Der Barista Kurs ging von 16:30 – 19:30 Uhr und war interessant, aber wieder einmal habe ich entdeckt, dass Kaffee mir nicht schmeckt XD. Ich war auch ein wenig schockiert, wie viel wir an dem Tag verschwendet haben, da wir viel mehr Kaffee gemacht haben (und der teilweise auch nicht wirklich gut war) als man hätte trinken können.

22. Oktober: Da mein Banktermin um 9 Uhr morgens war, der erste, sobald die Bank aufmachte, musste ich meiner Meinung nach viel zu früh aufstehen, aber ich wollte nicht, dass wieder irgendwas schief läuft, also habe ich alles 10 Mal überprüft und war so überpünktlich, dass ich warten musste, bis die Bank aufmacht. Alles lief gut und das Bankkonto wurde geöffnet, also ging ich über die Straße ins Büro der Partnerorganisation von Praktikawelten, IEP, und gab ihnen den Zettel, den man mir gab und forderte über IEP meine neuseeländische Steuernummer an. Da ich am Nachmittag nochmal den Barista Kurs hatte, hatte ich am Tag vorher mich mit dem Franzosen verabredet, den ich beim Barbeque kennengelernt hatte und wir gingen gemeinsam durch die Stadt und erkundeten die Parks hauptsächlich. Dabei sahen wir irgendwann eine riesige Rauchwolke am Himmel und fragten uns, was das für ein riesiges Feuer sein musste, welches so eine Rauchwolke produzierte. Schließlich als wir Hunger bekamen, aßen wir etwas und ich zog los um rechtzeitig, und überpünktlich, da ich noch üben wollte, was ich am Tag davor gelernt hatte, beim Barista Kurs zu sein. Als ich dann wieder zurück wollte, musste ich feststellen, dass das Feuer immer noch brannte, ich daran vorbei musste und, dass ein ganzer Block, in dem sich meine übliche Haltestelle befand, komplett abgesperrt war. Also musste ich einiges laufen, bis ich schließlich in meine Bus konnte.

23. Oktober: Ich war nervös, als ich aufstand, da ich vorher noch nie ein Bewerbungsgespräch oder ähnliches gehabt hatte und ich nicht so genau wusste, was ich zu erwarten hatte. Ich hatte mir eine ganze Reihe Notizen gemacht, um auf alles vorbereitet zu sein und zog mich, wie ich hoffte, passend für so einen Anlass an. Ich kam pünktlich zum Café und wir unterhielten uns für ein paar wenige Minuten; ich hatte mir zu viele Gedanken gemacht und eigentlich wurde ich nur zum Probearbeiten eingeladen. Natürlich wurde ich auch einiges gefragt, zum Beispiel, wie lange ich denn in Neuseeland bin, aber im großen und ganzen nicht wirklich ein Bewerbungsgespräch. Wiedereinmal musste ich meine Zeit irgendwie verbringen und beschloss einer Empfehlung, die ich, wieder beim Barbeque, bekommen hatte, nachzugehen; Ich machte mich auf dem Weg ins Auckland War Memorial Museum. Und. War. Begeistert! Ich bin überzeugt, dass ich mehr als einen Tag dadrin verbringen könnte, ohne, dass mir langweilig werden würde. Plus ich kam kostenlos rein, da ich in Auckland lebte! Besser konnte es gar nicht kommen! Ich verließ das Museum nur sehr ungern, doch 1. hatte ich Hunger und 2. musste ich zum letzten Tag des Barista Kurses. Auf dem Weg dorthin entdeckte ich, dass das Feuer immer noch am brennen war, was ich nicht erwartet hätte. Wir hatten einen kleinen Test im Kaffee machen und, jetzt muss ich mal ein wenig angeben, ich war die erste die bestand; alle machten gleichzeitig ihren Kaffee und ich war am schnellsten, mein Kaffee (Latte) hatte dir richtige Temperatur und war auch sonst gut. Weil ich ansonsten nichts zu tun gehabt hätte, trug unser Lehrer mir auf einen Cappuccino zu machen, der nicht sofort bestand XD Da ich allerdings schon bestanden hatte, war mir das recht egal. Leider reicht mein Wissen nach diesem Kurs noch nicht aus, um als Barista in einem Café angestellt zu werden, aber hoffen kann man trotzdem.

24. Oktober: Eigentlich ist nicht sehr viel am Tag passiert, aber etwas ist passiert, was ich genauer beschreiben werde. Der Tag fing an und ich hoffte, dass ich einfach faulenzen könnte, musste aber entdecken, dass ich einkaufen gehen musste. Auf meinem Weg zurück fing es natürlich an zu regnen, denn wie sollte es anders sein. Als ich am Abend schließlich etwas aß, entdeckte ich, dass ein weiterer Gast des Airbnb, der an dem Tag angekommen war, sich mit der Gastgeberin unterhielt. Es floss ein wenig zu fiel Alkohol, was den Typen weniger zu stören schien, als die Gastgeberin und ihr Partner und naja. Ich kann den Typen nur als Manipulator bezeichnen. Er redete die ganze Zeit auf die beiden Personen vor ihm ein und versuchte sie zu ändern? Ich habe kein Ahnung, aber ich wusste, dass der Typ mir höchst suspekt war und ihm schien nicht zu gefallen, dass ich 1. mich nicht beim Gespräch beteiligte und 2. nichts trank. Das machte ihn definitiv nicht sympatischer. Alles was er von sich gab war so kitschig und offensichtlich, dass ich mich manchmal zusammenreißen musste und nicht zu lachen. Am Ende des Abends kam er auf mich zu, drückte mir seine Visitenkarte in die Hand und sagte, dass er sich mit mir unterhalten wollen würde und wissen wollen würde, was ich mir an dem Abend alles so gedacht hatte. War er wirklich neugierig geworden, weil ich nichts gesagt hatte? Ein weiß ich sicher. Auch wenn ich ein wenig neugierig bin, was er wohl versuchen würde um mich zu manipulieren, werde ich niemals mit ihm in Kontakt treten, denn nein danke, meine Gedanken gehören mir und du bist gruselig! Das wird niemals passieren.

25. Oktober: Endlich ein ereignisloser Tag. Ich habe nur den provisorischen Abholtermin vom Camper verschoben, der eigentlich an diesen Tag gewesen wär. Ansonsten hab ich an dieser Seite gearbeitet.

26. Oktober: Da echt schönes Wetter war, beschloss ich nachzuholen, was ich dank des Heron Parkes aufgeschoben hatte; ich ging zum Oakley Creek Waterfall, der ziemlich in der Nähe von meinem jetzigen Schlafplatz war. Es war echt schön und still, ich hätte mir nur weniger/ stillere Leute am Wasserfall selbst gewünscht, aber man kann bekanntlich nicht alles haben. Auf dem Weg traf ich eine Katze, die mir sogar ein wenig gefolgt war, aber mehr ist auch nicht passiert. Fotos kommen noch.

27. Oktober: Was ich für einen ganz normalen Tag hielt (mit bestem Wetter, das ich bisher in Neuseeland hatte) und mich fragte, wie ich am besten dieses Wetter nutzen könnte, wurde ich von anderen eingeladen mit allen Leuten im Haus nach Piha zu fahren. Jedoch wurde daraus nicht wirklich was. Sicher die meisten sind nach Piha gefahren -die Gastgeberin hat sich geweigert- aber da wir alle einzeln gefahren sind (in mehreren Gruppen) haben wir die anderen nicht gefunden, nachdem wir zu trinken und Oreo Eis gekauft hatten. Wir machten uns trotzdem einen schönen Tag und gingen, nachdem wir den Mietwagen des Fahrers am Flughafen abgegeben hatten, noch essen. Großer Pluspunkt: Ich musste nichts bezahlen XD

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7 Kommentare

  1. Berni 31. Oktober 2019

    Hi Ronja,
    War ja klar , da reist Du um die halbe Welt, und auf wen triffst Du ??
    Logisch : einen Franzosen
    Haben hier gut gelacht …. vor allem in welcher Sprache kommuniziert ihr denn ?
    English kann es ja kaum sein, jedenfalls kenne ich hier bei uns keinen Franzosen der sich mit seinem Englisch auch wirklich verständigen kann ;))
    Was macht eigentlich eine Barista so den ganzen Tag ? „ nur“ Kaffee in seinen 1001 Varianten oder sind da auch Cocktails ein Teil der Jobbeschreibung?
    Also ich hätte ja dann gerne eher einen Caipirinha, der Vitamine wegen , logisch :))
    Apropos süßes oder saures – was macht ein Neuseeländer eigentlich an Halloween ?
    Also Feier schön , viel Erfolg beim jobben und natürlich einen Gruß an den Franzosen

    • Ronja 2. November 2019 — Autor der Seiten

      Hey!
      Tatsächlich reden wir Englisch, ob ihrs glaubt oder nicht. Der französische Akzent ist zugegeben ein wenig schwer zu verstehen, aber dann fragt man halt nochmal nach, ist ja kein Problem 😀 Und mal ehrlich, wenn er sich nicht in Englisch verständigen könnte, wär er hier in Neuseeland ein wenig aufgeschmissen 😉
      Ein Barista macht hauptsächlich Kaffee. Natürlich auch Kakao oder sogar Chai Latte, aber keine Cocktails, dass sind die Barkeeper. Da ist ein Unterschied.
      Neuseeländisches Halloween ist, soweit ich das mitbekommen habe, typisches Halloween, nur wird es, zumindest hier in Auckland nicht so viel gefeiert. Ich hab hier und da ein paar Dekorationen gesehen und ein paar wenige Verkleidete, aber das wars auch schon. Vielleicht, weil ich zu müde war um spät Abends rumzulaufen, aber ich habe nicht viel mitbekommen.
      Danke und ich bestell die Grüße 🙂

  2. Claudia 1. November 2019

    Hallo Ronja,
    die Oakley Creek Watefall Bilder fand ich bisher am beeindruckendesten, vor allem natürlich die Katze;) Schön fand ich das satte grün, hier wird es ja langsam aber sichter doch braun.
    Kann es sein, dass das erste Mal keine dichte Wolkendecke war sondern direkte Sonne? Auf den anderen Bildern wirkte das Licht immer recht diesig.
    Ich freue mich total, dass Du so eine besondere Zeit hast und spannende Menschen kennenlernst und Dich nicht manipulieren lässt!!
    Viele liebe Grüße von der Patentante

    • Ronja 2. November 2019 — Autor der Seiten

      Hey!
      Freut mich, dass dir die Bilder gefallen 🙂 Es war sonnig, als ich zum Wasserfall gegangen bin, ja, aber nicht das erste Mal, nein. Ich muss noch ein wenig rumprobieren mit der Kamera und deshalb war das Licht bei den ersten Bildern noch nicht so gut, aber langsam kriege ich den Dreh raus. Das erste Mal Sonne war zwischendrin bei Rangitoto und dann das zweite Mal Piha.
      Ich gebe mein Bestes mich nicht manipulieren zu lasen 😉

  3. Olga 1. November 2019

    Mmh… Kaffee klingt gut!

  4. Olga 1. November 2019

    Und schliesse mich Bernd an, wie war Halloween?

    • Ronja 2. November 2019 — Autor der Seiten

      Leider recht unspektakulär. Erst recht, da ich früh raus musste und damit am Abend zu müde war, noch ein wenig rumzulaufen. Aber ich habe definitiv mitbekommen, dass Leute Halloween feiern, da ein kleines Mädchen von einer die hier in der Nähe wohnt und mit der Frau hier befreundet ist, vorbei kam, verkleidet war und ihre Süßigkeiten präsentiert hat. Ansonsten habe ich leider nicht viel mitbekommen…

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