Einmal um die Welt

Ich mache Neuseeland und Kanada unsicher

Woche 11.- 17. November Rückblick

Eine Woche, die insgesamt ziemlich viele Rückschläge hatte, also hier die Zusammenfassung:

11. November: Ich habe gearbeitet und hatte aber auch mal Spaß! An diesem Tag dachte ich noch, dass mein jetziger Café Job doch nicht ganz so schlecht ist und ich mich nur hatte einarbeiten müssen. Der Gedanke verschwand in den nächsten Tagen allerdings wieder und der Gedanke einen neuen Job zu brauchen verfestigte und änderte sich zu DRINGEND. Dazu komme ich aber noch. Es geht ja eigentlich hier nur um den 11. XD Also ich beendete den Arbeitstag sogar mit ein paar Situationen, wegen der ich tatsächlich mal gelobt wurde und ich wage es zu behaupten, dass ich nicht verglichen wurde. Eine dieser Situationen war, dass er ‚entdeckt‘ hatte, dass ich einen Barista Kurs gemacht habe und Kaffee machen konnte. Er fand diesen sogar ziemlich gut. Und die zweite Situation war, dass er am Schluss meinte, dass wenn ich selbstbewusst wär, ich gute Arbeit leisten würde. Ein guter Tag also. Ich hatte mir schon seit einigen Tagen vorgenommen Gemüse zu kaufen, damit ich nicht krank werden würde, und endlich machte ich dies wahr und ging einkaufen. Kurz darauf verließ ich den Laden ein wenig geschockt und mit dem Wissen reicher, dass Gemüse verdammt teuer ist. Ich hege die Hoffnung, dass das Gemüse im Sommer günstiger wird, denn ich will nicht jedesmal so ein Vermögen los werden, wenn ich Gemüse kaufe XD Natürlich habe ich auch andere Sachen gekauft und hatte deshalb zu wenig Platz in der Tasche, die ich dabei hatte. Also musste eine weitere Countdown Tasche her und ich wusste, als ich zurück war, dass ich sehr bald nochmal einkaufen musste…

12. November: Wieder ein freier Tag. Kann ja mal passieren richtig? Alles halb so schlimm, bestimmt. Jedoch ärgerlich, da ich die Information erst bekommen hatte, kurz bevor ich das Haus verlassen wollte und somit fertig war. Ich hatte demnach gut 15 min mit meinem widerspenstigem Haar gekämpft um es akzeptabel aussehen zu lassen; es hatte an diesem Morgen absolut keine Lust darauf frisiert zu werden. Gut, als ich alles wieder rückgängig gemacht hatte -offene Haare sind so viel bequemer- habe ich mich, sicher ist sicher, um weitere Bewerbungen gekümmert. Also wollte ich, jedoch habe ich ein wenig zu viel Zeit verplempert und naja ich konnte die Bewerbungen, die ich vorbereitet hatte, nicht ausdrucken. Ups. Schließlich konnte ich nur noch Radiergummis kaufen XD Ich beendete den Tag jedoch insgesamt um einiges reicher, da ich extra Geld von meinen Eltern bekommen hatte, um den Camper endlich kaufen zu können (Danke!) und auch mein Gehalt bekam (dass nichtmal für die Miete reichte, oh Wunder, wenn man bedenkt, wie oft ich gearbeitet hatte…). Demnach informierte ich den Typen, der für die Camper zuständig war und machte einen Abholtermin fest.

13. November: Ich durfte wieder arbeiten. Oder er hat vergessen mir abzusagen. Eins von beidem. Es kam ein interessanter Typ vorbei (er hatte viel zu erzählen, konnte mehrere Sprachen und hat Nelson Mandela entweder getroffen oder hat irgendwie mit ihm zu tun; er hat mir eine Webseite gezeigt und irgendwie hatte ich nicht die Zeit die Seite durchzulesen XD) Ich habe mich natürlich in meiner Pause mit ihm unterhalten und musste dann wieder zurück an die Arbeit. Als ich fertig war, habe ich mich echt nicht gut gefühlt. Dieses Gefühl fing im Café an und demnach bin ich kerngesund aufgewacht. Zumindest gefühlt. Jedoch war ich am Ende meiner Schicht definitiv nicht gesund. Zu allem Überfluss, musste ich gut eine Stunde warten, bis ich den Schlüssel bekommen habe, damit ich zurück konnte und somit hatte ich Zeit zu entdecken, dass mir ziemlich kalt war. Währenddessen liefen mehrere Leute im T-Shirt rum. Jepp, da stimmte etwas gewaltig nicht. Ich habe sogar überlegt den Bus zurück zu nehmen, bin letztendlich aber doch gelaufen. Im Haus habe ich mich gezwungen zu kochen (Gemüsereis) und zu essen. Zum Glück kam ein Mitbewohner während der Zeit an, den ich bat auf die Tür zu achten, damit der Rest reinkommen konnte, zog mich als ich fertig war um und schlief relativ schnell ein. Ich wachte irgendwann, als der Rest zurück war auf und entdeckte, dass ich geschwitzt hatte, aber mir war nicht mehr so kalt, also war das ein Plus! Ich aß den Rest auf, nachdem ich Öl untergemischt hatte, und zusätzlich noch ein paar Möhren extra. Dann nahm ich etwas Medizin, machte mich komplett bettfertig und ging wieder schlafen, in der Hoffnung am nächsten Tag gesund zu sein und arbeiten zu können.

14. November: Ich wachte gesund auf, ging trotzdem nicht arbeiten, weil wieder zu wenig los war. Ausnahmsweise beschwerte ich mich nicht; ich konnte sicher gehen, dass ich wieder 100% fit wurde. Also faulenzte ich hauptsächlich, nachdem ich bis 10 schlief. Zu lange wollte ich mir nicht leisten, für den Fall, dass ich früh aufstehen musste um arbeiten zu gehen. Tja und das war mein Tag XD

15. November: Muss ich überhaupt das noch erwähnen? Ich sag es einfach jetzt. Der 13. war mein letzter Arbeitstag. Mal sehen, wann ich das nächste mal arbeite. Und wo. Also: Keine Arbeitstage mehr für mich. Die Zeit würde ich gerne sagen, habe ich produktiv verbracht, aber die meiste Zeit habe ich vertrödelt. Mal sehen, wann ich diese Gewohnheit ablegen kann. Wär super, wenn das funktioniert und auch ziemlich praktisch für meine weitere Zukunft. Ich habe zumindest festgestellt, dass die Bücherei recht viel Geld fürs ausdrucken haben will, also bin ich zumindest um eine Erfahrung reicher. Ich ging schließlich einkaufen, da ich das eh musste und ich irgendwas produktives gemacht haben wollte.

16. November: Ich bin durch die Straßen gezogen und habe geguckt, wer gerade nach neuen Mitarbeitern sucht. Beworben habe ich mich, wegen Mangel von ausgedruckten Bewerbungen, jedoch nicht. Zumindest hatte ich zwei neue e-Mail Adressen, an die ich eine Bewerbung schicken konnte, also ging ich nicht ganz ohne irgendwas erreicht zu haben nach Hause (das fühlt sich komisch an zu sagen/ schreiben/ denken). Auch habe ich 2000nzd abgehoben, um den Camper bar bezahlen zu können, da, wenn ich meine deutsche Kreditkarte benutze, ich extra bezahlen muss…

17. November: Ich habe weiter versucht das Geld abzuheben, es hat nicht funktioniert und ich konnte schließlich 800nzd abheben. Ich hoffte, dass das sich am nächsten Tag wieder fangen würde und alles reibungslos funktionieren würde (Spoiler Alarm: Tat es nicht). Ich habe schließlich den Abholtermin wieder verschieben müssen, wegen was auch immer, das versuchen wir gerade herauszufinden.

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2 Kommentare

  1. Berni 21. November 2019

    Ein Hoch auf alle Eltern dieser Welt 🙂
    Und ganz besonders auf die, die in einer Bahnhofstraße leben!!!
    Gleich einen ganzen Camper gekauft ….oder doch gemietet?
    Oder gekauft um ihn dann wieder bei Abreise zu verkaufen?
    Klingt alles sehr spannend. Was für ein Modell ist es denn geworden. Und für wieviele und für wie lange. Wann geht’s es los?
    Welche Route habt ihr geplant ?
    Apropos ihr- Wer ist die glückliche Mitreisende ?
    Was Deinen Job betrifft da hilft wohl nur der blöde Spruch «  aller Anfang ist schwer … – und bei Kaffee um so mehr « ( so oder so aehnlich) !Da mussten wir alle mal durch. Und offensichtlich macht die Erfahrung ja auch bei den BARISTAS den Meister.
    Also wir drücken Dir bei einem gepflegten Espresso und einem Latte macho macho kräftig die Daumen ( passenderweise im Café in Latte mit Blick auf Mentone 😉 – kein Scherz )
    Also, attaque fort
    Das Franzosenpack is following You und stays behind Dir

    • Ronja 22. November 2019 — Autor der Seiten

      Den Camper kaufe ich und verkaufe ich, wenn ich nach Kanada fliege. Eventuell sogar an meine Mitreisende, wenn ihr der Camper gefällt, da sie länger in Neuseeland bleibt, als ich. Den Camper habe ich leider noch nicht, deshalb muss ich mit genauen Details noch warten, aber die kommen noch, sobald sich der Camper in meinem Besitz befindet. Was ich sagen kann ist, dass er für zwei Leute ist, aber keiner dieser Wohnmobile. Stellt euch also nichts zu großes vor, es wird ein kleinerer Bus, der umgebaut wurde mit Matratze und kleiner Arbeitsfläche/ Küche hinten und Stauraum unter der Matratze, nichts mehr XD Ich plane ihn nächsten Freitag, wenn nicht wieder irgendwas schiefläuft, zu kaufen und ihn dann kurz vor meiner Abreise wieder zu verkaufen. Er wird mir besonders vom 13. Januar bis 13. März hoffentlich gute Dienste leisten, da ich in dem Zeitraum das meiste meiner Reise organisieren werde. Einmal mit der anderen Deutschen, Elisa, in der Südinsel und dann nochmal mit meiner Mutter in der Nordinsel 🙂
      Es ist schwer, aber ich versuche an der Jobsuche dran zu bleiben. In Kanada habe ich dann ja wenigstens ein wenig mehr Erfahrung in der ganzen Sache, da wird das alles mir hoffentlich ein wenig leichter fallen 🙂 Vor allem, da ich alles ein wenig besser durchplanen kann und nicht blind in das neue Land reinfalle, wie ich es hier in Neuseeland gemacht habe XD
      Danke fürs Daumen drücken! ;P

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