Einmal um die Welt

Ich mache Neuseeland und Kanada unsicher

Rangitoto

Der zweite Ausflug brachte mich wieder zurück zum Pier von Auckland und mit der Fähre um 10:30 Uhr am folgenden Tag, dem 6. Oktober, nach Rangitoto Island, einer erloschenen Vulkaninsel. Bevor wir jedoch auf die Fähre durften, wurden wir von den Piermitarbeitern aufgefordert unsere Schuhe, egal wie neu diese auch waren, an einer Station in der Nähe abzubürsten, sodass kein Dreck und keine Bakterien auf die Insel geschleppt wurden. Die Überfahrt nach Rangitoto war kürzer als nach Waiheke und bereits, als wir auf die Insel zufuhren, wurde klar, dass die Insel hauptsächlich aus Urwald bestand, da der ganze Vulkan komplett von Bäumen und Büschen etc. bedeckt war.

Als wir uns entschieden hatten, wo wir hin wollten, es gab mehrere Routen, entdeckte meine Gruppe, wir hatten uns in mehrere Grüppchen aufgeteilt, dass die Insel doch nicht nur aus, zugegeben sehr atemberaubener, Natur bestand, sondern auch ein paar Häuschen hier und da standen und auch einiges an Lavagestein rumlag. Wir ließen die Umgebung auf uns wirken und liefen auf kleinen Wegen durch einen kleinen Urwald, wobei wir den Bäumen dankbar für ihren Schatten waren, sobald die Sonne sich dazu entschied sich auch mal zu zeigen.

Diese kleine Änderung im Wetter führte nämlich ziemlich schnell von ‚es ist gut in Pullover und einfacher Jacke auszuhalten‘ zu ‚alles unnötige wird ausgezogen‘. Dieser ständige Wechsel der Temperaturen war nicht unbedingt schön, aber aushaltbar, bis wir zu den letzten 15 min des 1 Stunden Wegs kamen. Diese fingen an mit Treppen. Vielen, vielen Treppen. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, kam direkt nach den Treppen eine unmögliche Steigung, die anhielt, bis man den Gipfel erreicht hatte. Verständlicherweise gönnten sich alle oben erstmal eine lange Pause und genossen die unfassbar gute Aussicht.

Nachdem wir uns alle genug ausgeruht hatten, beschlossen wir zu den Lavahöhlen zu gehen. Auf dem Weg dorthin trafen wir andere aus unserer großen Gruppe, die gerade von eben diesen zurückkam und uns empfohl durch die Höhlen zu klettern. Als wir schließlich an unserem Ziel ankamen – der Weg dorthin war um einiges angenehmer, als der Weg zum Gipfel – befolgten wir den uns erteilten Rat und kletterten durch eine der Lavahöhlen. Das ganze klingt jedoch spektakulärer, als es eigentlich war, immerhin, war es eigentlich nur ein schmaler Durchgang oder ein schmales Loch im Berg und nicht mal besonders lang. Witzig war es trotzdem, da man sich schon anstrengen musste um durch zu kommen, wie zum Beispiel unter einem Ast durchzukriechen (wie der wohl dahin gekommen ist?). Als wir alle durch waren, haben wir uns entschlossen uns auf den Rückweg zu machen und auf die nächste Fähre zu gehen, die zwar nicht die letzte an dem Tag war, aber wir waren ja auch nicht scharf darauf diese zu verpassen und dann nicht mehr von der Insel zu kommen, wie es uns schon angedroht worden war. Als wir an dem Anlegeort der Fähre angekommen waren, trafen wir auf wieder andere aus unserer Gruppe und gesellten uns zu ihnen, während wir was aßen, uns unterhielten und manche ihre Fotos für Istagram machten. Während letzte Aktion stattfand, wandte ich meine Aufmerksamkeit lieber den ganzen kleinen Vögeln und Möwen zu, die, in der Hoffnung Essen abstauben zu können, uns umringt hatten. Teilweise waren diese so nahe, dass man ziemlich gut Fotos machen konnte, was ich natürlich sofort tat.

Schließlich kam die Fähre, die anderen aus unserer Gruppe kamen ebenfalls noch rechtzeitig bei uns an, und wir alle fuhren wieder zurück nach Auckland. Da ich noch Energie übrig hatte – trotz des Aufstiegs der Hölle – erkundigte ich mich bei Google, wo man denn Steckdosenadapter kaufen könne – mir ging langsam der Strom aus – und machte mich auf den Weg zu einem erfolgreichen Einkaufs. Am Abend hatte ich dann endlich wieder, zum ersten Mal seit ich Deutschland verlassen hatte, aufgeladene elektrische Geräte.

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2 Kommentare

  1. Torsten Vey 20. Oktober 2019

    Möwen kenn´ ich schon. Wo bleibt mein Wombat….?

    Ach ja, bin ich jetzt ein follower? Wenn ja, dann hast Du Deinen alten Onkel ins 21. Jahrhundert geschickt.

    Gruß Torsten

    • Ronja 21. Oktober 2019 — Autor der Seiten

      Wombats habe ich leider noch nicht gesehen, ansonsten hätte ich sie fotografiert 😉
      Viel Spaß im 21. Jahrhundert 😀

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