Einmal um die Welt

Ich mache Neuseeland und Kanada unsicher

Piha Surf-Kurs

Der über 3 Tage und 2 Nächte gehende (18. Oktober – 20. Oktober) Surf-Kurs in Piha ging damit los, dass der Wecker um halb sieben losging, damit ich rechtzeitig um 8:30 Uhr beim Skytower war und von Elemental nach Piha gefahren werden konnte. Dort angekommen gab man uns Essen (fürs Frühstück), für jeden von uns (wir waren zu zweit) ein Zelt, zwei Matrazen, insgesamt drei Schlafsäcke (zwei davon waren für wärmere Temperaturen und sollten kombiniert werden) und sie erwähnten, dass wir 15 NZ$ je Tag hatten, um uns Mittagessen zu kaufen. Abendessen wurde nicht erwähnt, aber das fiel uns zu spät auf. Wir bauten unsere Zelte auf, richteten sie ein und machten uns auf den Weg unser Essen zu holen, was zuerst ein wenig holprig war, aber letztendlich funktionierte. Kurz darauf entdeckten wir, dass der Campingplatz auf dem wir waren eine regelrechte Plage mit hungrigen Vögeln hatte, die herumstolzierten und versuchten sich essen zu erbetteln. Dabei zeigten diese keinerlei Scheu vor Menschen und kamen einem *sehr* nahe.

Wir entschieden uns schließlich die Gegend ein wenig zu erkunden, auch in Hoffnung, dass wir Robben/ Seehunde oder Pinguine sehen (diese Hoffnung wurde leider enttäuscht). Allerdings fanden wir einen tollen Weg, der nach Piha zurück führte und wunderschöne Aussichten über den Strand hatte.

Um 14 Uhr fand unsere erste Surf Stunde statt und es machte echt Spaß! Unser Surf-Lehrer war nett und erklärte alles ziemlich gut. Das Wasser war nicht zu kalt und beide von uns schafften es nach wenigen Versuchen aufzustehen und tatsächlich zu surfen (natürlich ohne jegliche Kontrolle wohin XD). Kurzum: Wir beide waren glücklich und auch ein wenig stolz. Danach fiel uns allerdings unser kleines Problem auf: Wir wussten nicht, ob es Abendessen gab. Also gingen wir in der Rezeption fragen, die auch keine Ahnung hatte, was hatten wir auch erwartet, sie war ja nicht bei der Organisation mit der wir dort waren. Sie versuchte jemanden per Telefon zu erreichen, niemand ging ran uns wir sagten, dass wir später nochmal vorbei kamen. Um Zeit zu vertreiben gingen wir diesmal in die andere Richtung des Strandes, jedoch nicht die ganze Linie sondern kehrten auf ungefähr halben Weg zurück, jedoch gab es keine Rückmeldung, also beschlossen wir ein wenig unseres Frühstückes zu essen.

Während wir ein wenig aßen und uns in der Küche sortierten, hatte ich die geniale Idee mal in meine e-Mails zu schauen und siehe an: Ich hatte eine Mail von dem Typen der Organisation mit dem ich schon wegen des Campers geschrieben hatte, in der er mir erklärte wie viel Geld wir für welches Restaurant für unser Abendessen hatten. Glücklich, doch noch was warmes in den Bauch zu kriegen, zogen wir los und aßen kurz darauf Cheeseburger. Aber wenn ich Cheeseburger sage, meine ich riesige Cheeseburger mit einen Haufen Pommes. Einzige Enttäuschung war, dass die Frau hinter dem Getränketresen uns keine Getränke ausgeben wollte, da sie uns nicht glaubte, dass wir kein Geld bezahlen brauchten, weil schon vorher bezahlt worden war und sie aber auch nicht einfach beim Chef nachfragen konnte, der ein paar Meter weiter Essen machte. Manche Leute… Als wir unser Essen abholten fragten wir bei jenem Chef nach, was wir tun sollten und er gab uns kurzerhand das restliche Geld und wir beschlossen, dass wir das für den nächsten Tag aufbewahrten und uns dann Cider kaufen würden, welcher ein wenig über unserem Budget war. Nach dem Essen waren wir kurz darauf zu gehen, da kam irgendein Typ auf uns zu, betonte mehrmals wie nett er doch war, nur weil er es konnte und redete auch sonst wie ein Wasserfall. Wir waren sehr verwirrt und ließen ihn eine Weile reden, während die andere mit der ich da war sogar ein paar Fragen stellte. Schließlich fing der Typ an über Facebook zu reden und ob wir einen Kontakt von einer anderen in unserem Alter haben wollten, der er schon geholfen hatte und wir gaben beide zu, kein Facebook zu haben. Dies schien ihn zu verwirren und sogar ein wenig zu beleidigen?, denn er versuchte uns umzustimmen und behauptete sogar, dass wir doch keinen Kontakt mit Leuten halten konnten, die wir auf unseren Reisen treffen würden. Das sagte er zu einer, die bereits zwei neue Kontakte auf WhatApp hatte von Leuten, die sie in Neuseeland getroffen hatte und mit denen sie des öfteren schrieb und mit ’sie‘ meine ich mich. Dementsprechend wirkungsvoll war sein Argument. Wir ergriffen die Chance, als er sich endlich zu einem Nebentisch zu seinem Essen (das locker schon ne halbe Stunde dort rumstand) gesellte (und auf während des essens nicht aufhörte zu reden) und verließen das Lokal. Beim rausgehen wurden wir noch gefragt, ob alles in Ordnung sei und wir gingen schon bald darauf in unseren Zelten schlafen.

Wir hatten mit unserem Surf-Lehrer ausgemacht, dass die nächste Surf-Stunde wieder um 14 Uhr war, jedoch standen wir trotzdem um 10 auf und gingen zu einem Wasserfall in der Nähe. In der Nacht selbst hatte es ziemlich gestürmt uns ich hatte zwei mal aufstehen müssen um zu verhindern, dass mein Zelt wegflog, oder eher Teile meines Zeltes wegflogen. Dementsprechend gut hatte ich geschlafen und müde war ich. Während wir auf dem Weg zum Wasserfall waren (und fast angekommen) wurden wir von einem kleinen Regenschauer überrascht, was ich nicht so toll fand, da ich meine Kamera dabei hatte. Aus diesem Grund warteten wir unter den Bäumen darauf, dass der Regen aufhörte, was er zum Glück auch bald tat und ich weiter Fotos machen konnte.

Wir kamen ein wenig zu spät zu der Stunde, da wir uns ein wenig mit der Zeit verschätzt hatten (und Google Maps gelogen hatte), was nicht weiter schlimm war. Nachdem wir uns umgezogen hatten, informierte unser Lehrer uns, dass die Wellen heute wilder waren, als am Tag vorher und somit nicht unbedingt für Anfänger geeignet waren. Die Stunde war definitiv anstrengender und wir brachen schließlich für den Tag ab, in der Hoffnung, dass der Tag darauf bessere Wellen für uns bereitstellte. Vorher allerdings bekam unser Lehrer das Board meiner Begleiterin auf die Nase, was zu heftigen Nasenbluten führte. Nach der Stunde ruhten wir uns aus und gingen Abendessen, diesmal mit Cider. Wir entdeckten ebenfalls Rugby für uns, welches dort im Fernsehr lief, jedoch konnten wir nicht die Neuseeländische Mannschaft spielen sehen, da wir am nächsten Tag früh raus mussten.

Der letzte Tag war definitiv der anstregendste, da die Wellen nicht wirklich besser geworden waren und wir nur eine kurze Pause einlegten, damit wir unser Mittagessen abholen konnten. Ansonsten waren wir 4 Stunden durchgehend im Wasser und das machte sich bemerkbar. Am Schluss mussten beide von uns extra Pausen einlegen und waren ziemlich fertig. Zu allem Überfluss kamen wir fast nicht in die Duschen, da unsere Organisation vergessen hatte zu erwähnen, dass wir länger als bis zur Check-out Zeit um 10 auf dem Campingplatz blieben und unsere Chips es nicht mehr taten. Jedoch wurden wir reingelassen und konnten eine schöne heiße Dusche genießen. Als wir schließlich abgeholt wurden, wurden wir von unserem Fahrer sogar bei unseren Schlafplätzen abgesetzt und ich fand heraus, dass drei Tage unter der Neuseeländischen Sonne und vom Meer verstärkt tatsächlich ausreicht um mir einen Sonnenbrand zu verpassen. Gut zu wissen!

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1 Kommentar

  1. Olga 28. Oktober 2019

    Sehr schöne Bilder! Abenteuerliches Surfen!

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